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Biographisches
Erster eigener Atemzug? 11. Mai 1966.
Wo und wie wird er groß? Gar nicht - er wächst heran, im katholisch-wertkonservativen Sauerland, meistens gegen den Strich gebürstet (gute Eigenschaft für einen Journalisten). Die frühe, vorsätzliche Täuschung der Eltern ("Klar studiere ich nach dem Abi was Ordentliches!") krönt ein Volontariat samt Redakteursstelle beim Iserlohner Kreisanzeiger.
Und danach? 1 Jahr Karneval am Stück (Sportstudium in Köln), dann meldet sich eines Morgens unvermittelt der Journalist im Kopf: "Mööönsch, war's das schon?!" - Nee, sagt er und wechselt an die Waterkant. Studiert noch mal, Wirtschaft und Politik. Denkt: "Ich als Redakteur finde doch was in der Medien-Metropole Hamburg!" Findet tatsächlich was: Einen Job als Wachmann, 8 Mark fuffzich die Stunde. Findet sich plötzlich wieder - in der Realität.
Und jetzt? Aufgeben is' jedenfalls nich'. Sondern Klinken putzen. Die Klinke am RSH-Studio Hamburg öffnet dann (endlich) die Tür zum Wiedereintritt in den Journalismus-Zirkus. Jetzt flutscht es: Sat.1, Radio Hamburg, NDR - lustig ist das Freiberufler-Leben. Erst beim DSF wird's ernst: Brandneuer Sender, wenig Leute, viel Arbeit. Und unendlich Raum zum Ausprobieren.
Karriere gemacht? Nicht klassisch jedenfalls. "Leiter DSF-Studio Nord", das war's nicht: Sesselfurzen? Nein, danke. Reporter sein? Unbedingt. Also los, Kisch!
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